CD Kritiken

CD - Sin Distancia Trio - Soleado

Akustik Gitarre - Stefan Franzen | Sin Distancia Trio - Soleado
Distanzgeminderte Zeitgenossen hat man ja für gewöhnlich nicht so gerne. Auf die Musik angewandt kann Distanz-los jedoch gesunde Neugier auf alle fremden Stile sein, kann musizierfreudige, spielerische Um- und Weitsicht heißen. Die Gitarristen Manuel Delgado und Ralf Siedhoff haben die Philosophie des Band-Namens mit ihrem Perkussionisten Ernest Martinez und zwei Gästen an Bandoneon und Piano elegant und weltgewandt umgesetzt. Die Basis ist dabei erkennbar in Flamenco-Gefilden angelegt: Die beiden Saitenkünstler kreieren eine hohe Dialogkunst, die vor allem dann zur Geltung kommt, wenn die rhythmische Arbeit auf Hand- Perkussion beschränkt bleibt, etwa in der Buleria ,Negrita" und den Tangos ,Graciosa". Reizvoll, wie sich die verschiedenen Tonfärbungen des Spaniers und des Deutschen mit getrennten Kanälen verfolgen lassen. Zwischen den andalusischen Prägungen siedeln einige Stücke, die sich an die Klangsprache anderer Breiten anlehnen, aber auch augenzwinkernd geographische Verwirrung streuen : So lässt "Fjordtand" über einem zwitterhaften Bossa-Rumba-Rhythmus mit wehmütigem Bandoneön mehr mediterrane Assoziationen als nordische entstehen. In "LuaAzul" tänzeln die beiden Gitarren wie in einer mondsüchtigen Nocturne über den Dachfirst. Der kompositorisch stärkste Track der CD, "Nueva Vida" erhält durch die minimalistisch kreisenden Muster eine fast spirituelle Note, gestützt durch Martinez Vibraphon. Und in ,Andana" bietet der Schlagwerker eine ungewöhnliche Soloeintage mit Cajon und hölzernen Patterns. Eine subtile, unaufdringliche. aber umso intensiver wirkende Scheibe.

Folker 01/2012 | Sin Distancia Trio - Soleado
...Das dritte Album der spanisch-deutschen Gitarrenduos Manuel Delgado und Ralf Siedhoff. Diesmal im Trio mit Ernest Martinez, der für den percussiven Druck sorgt - und mit Delgados Tochter Carmela (Bandoneon) sowie Siedhoffs Sohn Richard (Piano) sogar eine Art Familienalbum. Dem traditionellen Flamenco verpflichtet, mit weitem Blick über den Tellerrand...

AGAS - Ralf Siedhoff und Manuel Delgado im Sin Distancia Trio - Alexander Schmitz
...Mit diesem Trio ist man auf der guten und richtigen und sicheren Seite...

mpodia.nl - Peter van Belkom | Sin Distancia Trio - Soleado
...Mit Technik zum richtigen Zeitpunkt und zu anderen die Ruhe zu geben wird ein ausgezeichnetes Gleichgewicht geschaffen. Manchmal sinnlich, manchmal mit mehr robusten Charakter...
...Das Wort "Soleado" bedeutet "sonnig", diese CD ist sehr zu empfehlen, unabhängig von der aktuellen Wetterlage...

Acoustic Style - Lars Reime | Sin Distancia Trio - Soleado
...Wer lateinamerikanische Musik liebt, kommt bei dem Album "Soleado" (span.: sonnig) voll und ganz auf seine Kosten...
...Song für Song entführt uns das Trio Manuel Delgado (Flamenco-Gitarre, Palmas), Ralf Siedhoff (Gitarre) und Ernest Martinez (Percussion, Vibraphon) quer durch Spanien und Lateinamerika. So unbeschwert und etwas verspielt, wie das in kräftigen, sonnigen Farben gehaltene Booklet wirkt, so klingt die CD auch. Tanzrhythmen von Rumba, Tango, Buleria und Zapateado, ergänzt durch Einflüsse von Jazz, Blues, Flamenco und Weltmusik fesseln beim Zuhören und erlauben einem kaum, Arme und Beine stillzuhalten...
...Zurück bleibt man als spannungsgeladener Zuhörer mit einem Flamenco tanzenden Ohrwurm...

Die Regensburger Stadtzeitung | Sin Distancia Trio - Soleado
"Ein wahrhaft "sonniges" Klangerlebnis."

CD Worldbeat

„Die 70 Minuten dieser intensiven mitreißenden Mixtur in unglaublich guter Klangqualität bergen eine Masse an Ideen und Feuer- der Hörer fühlt sich zunächst fast erschlagen. Und legt die CD vollkommen begeistert gleich noch einmal auf.“
(Akustik Gitarre )

„Viel Virtuosität in rasanten Gitarrenläufen und Pianisten wie Chris Jarrett garantieren eine effektvolle Melange aus spieltechnischer Raffinesse und musikalischen Multikulturen. Insgesamt ein furioser Trip mit schwierigen Rhythmen in die Leichtigkeit des Seins.“
(Thüringer Allgemeine)

„Der äußerst umtriebige Gitarrist kreiert mit illustrer Besetzung in zumeist eigenen Kompositionen einen äußerst lebendigen, mitreißenden Weltbeat.“
(Folker)

„Siedhoffs Handschrift bleibt präzise und deutlich, Poesie regiert mit feinem Anschlag und findet manch erfrischenden Ausweg aus der üblichen gehobenen zeitgenössischen Akkordverbinderei. Trotzdem dräut kein unaufgeräumtes Multikulti- Happening: hier nämlich wurde erst nachgedacht und dann losgespielt. Eintracht in jeder Hinsicht, kein Patchwork aus halbverdauten Eindrücken, keine musikalische Postkartenidylle. Sondern ein überraschend intelligentes und subtiles Spiel ohne Grenzen.“
(Akustik Gitarre)

„Erfrischend ist die Virtuosität, die Lust am Zusammenspiel der Musiker und die Energie geladene Atmosphäre des Albums. Trotz der scheinbar chaotischen Grundstimmung wirkt sich das Gitarrenspiel Siedhoffs wie eine Verbindung zwischen den einzelnen Stücken aus. Ein Versuch, die unterschiedlichsten Kulturen dieser Welt mittels musikalischer Kompositionen zu verbinden. Unsymmetrisch, exotisch, groovig- ein kleines instrumentales Meisterwerk.
(takt; Mai 2003 - Thüringer CD des Monats)



CD Crossing Roots

“…ein geglücktes Meeting von Musikkulturen und Menschen, die sich beim Einspielen hörbar wohlgefühlt haben. Crossing Roots hat Spirit und ist Lichtjahre vom üblichen Weltgeplänkel entfernt.“
( as, Journal Frankfurt )

„...Man liest im Booklet, man wolle dem Flamenco bis zu seinen indischen Wurzeln nachspüren - ein ganz schöner Anspruch. Aber man kann es drehen und wenden: Das Duo von Ralf Siedhoff, Konzertgitarre, 12string, und Manuel Delgado, Flamencogitarre, bekommt das hin: Der Pilgergang nach Indien ist dank einer erstklassigen, nein: exzellenten Crew zum heiß ersehnten, wirklich offenen Dialog der Kulturen und der Zeiten geworden. ....In der Not nackter, purer Begeisterung der gezielte Griff in die journalistische Klischeekiste: Diese CD ist ein absolutes Muss.“
(JAZZPODIUM/Akustik Gitarre)



CD Azucena

“…hier werden Funken der Inspiration aus den Saiten geschlagen, die sich zu einem musikalischen Feuerwerk entwickeln.“
(Regensburger Stadtzeitung)

„...feinste Handarbeit, die jeden Gitarre- Kenner und Liebhaber in Verzücken setzen muss. Das zählt gitarristisch schon zum Besten, was man auf dem Markt findet.“
(Peter Horton)

“Die Kompositionen sind allesamt wunderschön und das Spiel bewegt sich auf höchstem Niveau. Brillant!“
(Feedback)

„Hier begegnen sich eine Flamenco- und eine klassische Gitarre zu einer hochkarätigen Session.....Makellose, elegante Technik und vorbildliche Klangqualität sorgen für einen positiven Gesamteindruck.“
(Scala)

„Azucena ist ein gemütlicher Spaziergang durch Seelenlandschaften bei mittleren Temperaturen, gänzlich ohne Aufgeregtheiten, aber mit viel Anmut, Liebe und Phantasie im Detail. Zum schönen Album passt die hohe Präsenz des Tons, das klare und angenehme Klangbild.“
(Akustik Gitarre)



Konzertkritiken

Sin Distancia Trio

Südwest Presse - KARL-HEINZ RÜCKERT | 05.02.2013
"Sin Distancia" ist nicht nur Name des Musikertrios um Manuel Delgado, Ernesto Martinez und Ralf Siedhoff. Die Bezeichnung ist auch Synonym für das "Bilderhaus Gschwend". Künstler und Publikum kommen sich dort besonders nahe, eben "ohne Distanz".

Genauso verbindet das Trio rhythmische Tänze und die Klangfarben der Latinomusik miteinander. Auch hier bestimmt die akustische Wahrnehmung programmatische Nähe.

Gitarrist Ralf Siedhoff und Manuel Delgado an der Flamenco-Gitarre vermittelten im Bilderhaus durch unbeschwertes Spiel südländisches Flair mit Einflüssen des Jazz und Flamenco. Dessen emotionale Leidenschaft und Temperament brachten die Percussionsrhythmen Ernesto Martinez kraftvoll zum Ausdruck. Der feurige Rumba "Bellamar" oder die prickelnd perlende "Buleria del Deseo" (Versuchung) zeugten von sprühender Leidenschaft der durchgängigen Melodien, deren akzentuiertes Spiel auf ein begeistertes Publikum traf.

Die Zuhörer erlebten ein ums andere Mal, wie die Musiker - beinahe in Trance - sparsame Begleitrhythmen in das Zusammenspiel einbrachten, um im nächsten Moment von einem treibenden Schlagwerk beim Thema gehalten zu werden.

Die meisten Konzertbeiträge waren Eigenkompositionen, die aus der aktuellen CD-Produktion des Sin Distancia Trios "Soleado" stammen. Die indischen Klangbilder in "Behind the Mirror" ließen das Publikum über die Ursprünge der spanischen Zigeunermusik staunen. Ein ungewöhnliches Hörgefühl fügte Manuel Delgados Tochter Carmen mit ihrem tangolastigen Bandoneonspiel in die facettenreichen Melodienfolgen ein. Bei den schmeichelnden Harmonien geriet das rhythmusbestimmende Percussion beinahe in den Hintergrund.

Ernesto Martinez brachte sich mit einem grandiosen Solospiel auf seinen Schlaginstrumenten bei den Konzertbesuchern in Erinnerung. Er kreierte selbst das Geräusch aneinander reibender Handflächen zum rhythmischen Stilelement, genauso wie Sprechgesänge aus "La-La-La" oder "Takataka". Ohne zu zögern folgte das Publikum den "Übungen". Nochmals sprühte das zum Quartett angewachsene Ensemble zum Schluss mit "Negrita" entfesselnde Dynamik und verabschiedete sich beinahe träumerisch mit einer wehmütigen Melodie.

Thüringer Allgemeine - Karl-Heinz Veit
....Temperament und südliches Flair verströmend, zauberten die Musiker mit ihrem Spiel die gedanklichen Bilder eines Sommertages am Strand herbei, wo Sonne, Wind und Meeresrauschen allen Alltagsstress vergessen lassen. "Ich fühle mich wie im Liegestuhl", sagte in der Pause einer der Zuhörer.....
....Mit unglaublicher Fingerfertigkeit setzten die beiden Gitarristen die musikalischen Ideen um, die sich als weltmusikalische melodiöse Melange aus "Elementen von Flamenco, Jazz, indischer und orientalischer Klassik, sowie aus allerlei folkloristischer Musik" beschreiben lässt. Angenehm auffällig im Musikerteam war das Agieren des Perkussionisten Ernest Martinez. Mit größter Sensibilität brachte er seinen Part ins Spiel ein....

„In der Sparte weltmusikalischer Verschneidungen überzeugte „The Guitar Duo" mit einer Verbindung von Flamenco(Manuel Delgado), klassischer Gitarre(der Weimarer Ralf Siedhoff) und beiderseitig jazzgeschulten Improvisationsvermögen. Mit ihren großartigen technischen Möglichkeiten der knalligen Staccato-Salven kann man sie durchaus mit Paco de Lucia und John McLaughlin vor mehr als zwanzig Jahren vergleichen; die noch wärmere Interaktion war von einer Kopie weit entfernt."
(Frankfurter Allgemeine Zeitung, Ulrich Olshausen)

Bei einem Konzert dieser Zauberer an der Gitarre wurde kürzlich ein begeistertes Publikum im "burma" Zeuge einer akustischen Offenbarung mit einem Höchstmaß an ästhetischen Vollendung. Den Spanier und Flamencoexperten Delgado kann man dabei einer Liga zuordnen, zu der auch Leute wie Paco de Lucia gehören.
....ein hervorstechendes Merkmal der Gitarrenkunst von Delgado und Siedhoff ganz komplizierte, chromatische, nicht enden wollende Melodiebögen in einer unfassbaren Präzision unisono vorzutragen oder gegeneinander zu setzen.
(Hessisch - Niedersächsische - Allgemeine)

Saitensprung in neue Klangwelten...
(Fränkischer Tag Bamberg)

filigraner Fingerzauber auf achtzejn Saiten....
(Thüringer Allgemeine)

Worldbeat Project

...wir freuen uns auf weitere interessante Meilensteine!
(Thüringer Allgemeine)

Insgesamt ein furioser Trip mit schwierigen Rhythmen in die Leichtigkeit des Seins.
(Thüringer Allgemeine)